Archiv von 2005 bis 2009
Ökumene kein Fremdwort
KIPPENHEIM (ab). Es ist die erste Pfarrstelle für Pfarrerin Ute Braun gewesen. Sieben Jahre hat sie die beiden Gemeinden Kippenheim und Kippenheimweiler seelsorgerisch betreut. Ende des Monats verlässt sie Kippenheim, um die Pfarrstelle in Lichtenau zu übernehmen. Am Sonntagabend ist sie in einem festlichen Gottesdienst verabschiedet worden.
Der Gottesdienst wurde mitgestaltet von den beiden Kirchenchören und dem Posaunenchor. Als Leitfaden für den Gottesdienst hatte sich die Pfarrerin die Geschichte vom sinkenden Petrus ausgesucht. Sie sei eine ihrer Lieblingsgeschichten in der Bibel, weil sie mit Petrus, "dem Prototyp des Glaubenden und des Zweiflers", den Wechsel zwischen Vertrauen und Zweifel erzählt.
Die Geschichte um Petrus, als er auf Geheiß von Jesus über das Wasser geht, er dann aber in den stürmischen Wellen zu ertrinken droht, weil er plötzlich auf dem unbekannten Weg zweifelt, durch die helfende Hand von Jesus aber gerettet wird, stehe für die Christen. Und für das Vertrauen, neue Wege zu gehen und stürmischen Zeiten entgegenzugehen, denn Jesus gebe die Kraft für den Weg, der vor uns liege, sagte die Pfarrerin.
Bevor Schuldekan Hans Georg Dietrich die Entpflichtung vornahm, würdigte er den Mut von Ute Braun, mit dem sie mit neuen Ideen die Herausforderungen angenommen habe, an ihrer ersten Stelle gleich zwei Gemeinden zu betreuen. Besonders hob er Brauns Engagement für die Jugend im Jugendkreis und im MiniGottesdienst sowie die kreative Gestaltung der Gottesdienste hervor. Ihr herzliches Lachen werde er vermissen, auch bei der Arbeit im Kirchenbezirk.
Dekan Gerhard Vetterle von der katholischen Pfarrgemeinde dankte Braun vor allem dafür, dass auch durch ihren Einsatz das Wort der Ökumene kein Fremdwort geblieben sei. Auch dem Vertreter des Südbezirkes, Frank Schleifer, werde die Pfarrerin mit ihrem Lächeln, ihrer Freundlichkeit und ihrer natürlichen Art fehlen. Volkhard Krall von der Lahrer Kirchengemeinde nannte ihren Mut zu Unkonventionellem. Er wünschte sich, Mitglied der Pfarrgemeinde zu sein, in der Braun Pfarrerin ist.
Abschied von Ute Braun nahmen auch Bürgermeister Matthias Gutbrod, der Ortsvorsteher aus Kippenheimweiler Eberhard Roth, Vertreterinnen der beiden Kindergärten, der Jugendkreis, der Kirchengemeinderat, der Ältestenkreis und die Konfirmanden. Da klang Wehmut mit: Für die Kirchengemeinde gehe eine besondere Zeit mit einer Pfarrerin zu Ende, die eine außergewöhnliche Gabe habe, Gottesdienste zu leiten und zu predigen. Nach dem Gottesdienst hatten die zahlreichen Kirchenbesucher bei einem Empfang die Möglichkeit, sich von ihrer Pfarrerin zu verabschieden.
(BZ 17.10.2009)
"Der Bogen ist rund"
KIPPENHEIM. Pfarrer sollen nach zehn bis zwölf, spätestens aber nach 15 Jahren eine neue Gemeinde übernehmen. Ute Braun lacht herzlich über die Frage, wer oder was sie so geärgert hat, dass sie Kippenheim bereits nach sieben Jahren Kippenheim verlässt. "Sieben Jahre an der ersten Pfarrerstelle sind in Ordnung", sagt die Pfarrerin, die die Kirchengemeinden Kippenheim und Kippenheimweiler betreut hat. Am Sonntag um 17 Uhr wird sie in Kippenheim verabschiedet, am nächsten Freitag kommt der Möbelwagen und am 2. November hat sie ihren ersten Arbeitstag in ihrer neuen Gemeinde Lichtenau.
"Es ist ein schöner Bogen, er ist rund", beschreibt Ute Braun ihre Zeit in KIppenheim und Kippenheimweiler. Die damaligen Kleinkinder, die sie getauft hat seien jetzt in der Schule, die damaligen Schulkinder Konfirmanden und die damaligen Konfirmanden Abiturienten. Jetzt hat sie sich um eine neue Stelle beworben und ihre ersten Gespräche dort haben ihr die Zuversicht gegeben, es könnte passen. "So wie es vor sieben Jahren hier auch war", sagt sie.
Die Kinder- und Jugendarbeit, die Arbeit mit jungen Familien hat Ute Braun einen ihrer Schwerpunkte für ihre Tätigkeit genannt. Und ihre Bilanz ist positiv. "Es ist viel gewachsen, vieles ist entstanden", stellt sie fest. Der Mini-Gottesdienst für die ganz kleinen Kindern mit ihren Eltern beispielsweise, der auch Eltern einen neuen Blick auf die Kirche gegeben hat als einen Ort, an den sie hingehen können. "Der eine oder andere hat wieder einen neuen Bezug zur Kirche gekommen", sagt die Pfarrerin.
"Ein Pfarrer muss auf die Menschen zugehen, will er sie an die Kirche binden oder ihnen den Blick für die Kirche wieder öffnen", sagt Ute Braun. Neben der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Familien sind deshalb auch die Kasualien – Taufen, Trauungen und Beerdigungen – Stationen, an denen die Menschen mit der Kirche konfrontiert werden, die Kirche brauchen. "Sie sind wichtige Gelegenheiten, um die Menschen auf die Kirche aufmerksam zu machen."
Ein zweiter Schwerpunkt sollte für Ute braun die Integrationsarbeit sein. "Ich bin durchweg auf offene Türen gestoßen. Es war spannend zu hören, was die Menschen erlebt haben, wie sie in tiefen Gottvertrauen gelebt und das, was kommt, aus Gottes Hand angenommen haben", sagt sie tief beeindruckt. Einfacher hat sie es sich vorgestellt, dass in Kippenheimweiler aus dem Nebeneinander ein Wir wird. Dass das in den nächsten Generationen so kommt, ist sie sicher. Ihre Zuversicht gründet sich auf Beobachtungen im Konfirmandenunterricht. "Anfangs saßen die Übersiedlerkinder und die Einheimischen strikt getrennt, das hat sich geändert", freut sie sich, dass hier etwas zusammenwächst.
Das Abschiednehmen hat Ute Braun bewusst gemacht, wie sehr sie in diesen sieben Jahren in Kippenheim und Kippenheimweiler verwurzelt ist. Deshalb kommt nun etwas Wehmut hoch. Daneben steht aber die Freude auf die neue Aufgabe. "Ich habe das gute Gefühl, das könnte was werden.;
Spenden für die Renovierung
KIPPENHEIM. Mit dem neu installierten Spendenbarometer kann sich jedes Gemeindemitglied beim Gottesdienstbesuch in der evangelischen Kirche in Kippenheim über den Stand der Spenden für die Innenrenovierung der Kirche informieren. "Es ist schön, wenn jeder weiß, dass genau sein Teil da mit drin steckt", sagte Günther Friese, Kirchenältester und Mitglied im Bauausschuss der Kirchengemeinde. Pfarrerin Ute Braun und Günther Friese entwickelten gemeinsam mit dem Kirchengemeinderat die Idee. Melanie Kurz, Catrin Bohnert und Sabrina Schmidt setzten das Konzept künstlerisch um.
In Regenbogenfarben beginnt die Skala unten mit dem Jahr 2007 und reicht bis in die Gegenwart hinein. Mit berücksichtigt wurden allgemeine Spenden, Kirchgeld, Erlöse der Sommerfeste und Basare. Allein beim Benefizkonzert im März wurden 2800 Euro gespendet, weitere 2000 Euro nach dem Konzert. Traenheim, die Partnergemeinde aus dem Elsass, spendete 1000 Euro und von der Volksbank Lahr besteht eine Zusage über 5000 Euro. Bislang kamen i 26 000 Euro für die Renovierung zusammen, die im nächsten Jahr beginnen soll.
Geplant sind ein neuer Innenanstrich, ein Behinderten-WC, ein stufenloser Eingang und die Verbesserung der Mikrofonanlage und der Lichtverhältnisse. Die geschätzten Kosten betragen rund 460 000 Euro inklusive der Renovierung der Orgel. Bei einer kommenden Gemeindeversammlung können die Pläne eingesehen werden. Dass die Spenden enorm weiterhelfen, betonte Pfarrerin Ute Braun, da 20 Prozent der Kosten als Darlehen von der Landeskirche ausgewiesen werden: "Jede Spende hilft, die Zinslast der Gemeinde zu senken."
BZ 20.03.2009
Für die Kirche kommen alle
KIPPENHEIM. Die Mitglieder des Ältestenrates der evangelischen Kirchengemeinde waren überwältigt: Der Einladung zum Benefizkonzert für die Innenrenovierung der evangelischen Friedenskirche sind am Sonntagabend so viele Besucher gefolgt, dass selbst die eilends zusätzlich herbeigeschafften Stühle nicht ausreichten, um allen einen Sitzplatz zu bieten.
"Damit hatte keiner gerechnet, zeigt es aber doch, dass die Kirche vielen am Herzen liegt", sagte Pfarrerin Ute Braun. Die Gründung der Kirche, die eine Sehenswürdigkeit darstellt, lässt sich nicht genau festlegen. Funde lassen darauf schließen, dass mit der Gründung Kippenheims durch den fränkischen Fürsten Chippo 763 n. Chr. bereits eine kleine Kirche auf Resten eines römischen Gebäudes errichtet wurde; andere Teile der Kirche waren romanischen Ursprungs. Die heutige Kirche, Anfang des 18. Jahrhunderts durch ein Feuer zerstört und wieder aufgebaut, stammt aus der Zeit um 1500. Drei Jahre nach dem dreißigjährigen Krieg (1651) wurde die Kirche Gotteshaus für beide Konfessionen. Mit dem Bau einer neuen katholischen Kirche endete 1961 das Simultanverhältnis. Danach wurde die Friedenskirche innen und außen gründlich renoviert, jetzt steht erneut eine Innenrenovierung an. Geplant sind ein neuer Innenanstrich, ein Behinderten-WC, ein stufenloser Eingang und die Verbesserung der Mikrofonanlage und Lichtverhältnisse. Die Liste der Wünsche ist lang; sollten alle umgesetzt werden, würden geschätzte Kosten von 460 000 Euro anfallen, so die Pfarrerin. Bis in einem Jahr erwartete Zuschüsse vom Kirchenbauamt fließen und mit den Arbeiten dann auch begonnen werden könnte, setzen die Verantwortlichen alles daran, zur Finanzierung beizutragen. Das Benefizkonzert war ein erster Schritt dazu.
Alphornbläser setzen besondere Akzente Geboten wurde Musik aus alter und neuer Zeit, aus verschiedenen Epochen und Volksgruppen. Mitwirkende waren der Posaunenchor, der evangelische Kirchenchor, die Alphornbläser Edelweiß aus Schweighausen, Hermann Feist an Orgel und Klavier sowie die gebürtige Kippenheimerin Christiane Ascheberg an der Oboe. Den Auftakt bildete der Posaunenchor (Leitung Werner Siefert) mit der Sonate in Es-Dur von Vivaldi. Später präsentierten die Bläser neben dem Choral "Jauchzet dem Herrn" von Mendelsohn-Bartholdy das moderne Stück "Friends for Life" von Dizzy Stratford. In die Zeit des Barocks mit seinen Tänzen führte die Sonate in G-Moll für Oboe und Basso Continuo von Johann Weiss, brillant Christiane Ascheberg an der Oboe und Hermann Feist am Klavier. Der Kirchenchor (Leitung Hans Zimmermann) sang "Ehre und Preis sei Gott dem Herrn" von Bach und ein israelisches Volkslied.
Akzente setzten die Alphornbläser. Im Kyrie und Sanctus aus der Allgäuer Messe war die emotionale Kraft der volkstümlichen Kirchenmusik zu spüren, wie es Ansager Günter Friese formulierte. Nicht weniger beeindruckend war die Fanfare des Bücheltrios der Alphornbläser: Die Büchel ist ein mehrfach gebogenes Holzinstrument, es gleicht einer großen Trompete. Der vom Kirchenchor gesungene Gospel aus Botswana "Sana Sananina" in a capella mit Percussion überzeugte mit einer rhythmischen Struktur und effektvollen Harmonie. Nach dem gemeinsamen "Friedensruf" der Alphornbläser und dem Chor beschlossen der verbale Segen von Pfarrerin Braun und der musikalische aus dem Schlussgesang der Allgäuer Messe ein Konzert, das die Zuhörer mit lang anhaltendem Applaus dankten.
Autor: Andrea Bär
20.01.2009
Die gute Seele der Gemeinde
LAHR-KIPPENHEIMWEILER (rbh). Vier Jahrzehnte sind vergangen, seit Erika Bohnert bei der evangelischen Kirchengemeinde Kippenheimweiler das Amt der Kirchendienerin übernommen hat. Im Gottesdienst am Sonntag wurde die "gute Seele der Erlöserkirche" für ihr Engagement geehrt.
Erika Bohnert hat die Liebe zum Kirchendienst von ihrem Vater Julius Siefert geerbt und – nachdem sie ihm einige Jahre zur Hand gegangen war – von ihm zum 1. Januar 1969 auch offiziell das Amt der Kirchendienerin der evangelischen Erlösergemeinde übernommen.
Der Vorsitzende der Gesamtkirchengemeinde Lahr, Hans-Jörg Labusga, würdigte in seiner Laudatio am Sonntagmorgen das Wirken und Engagement von Erika Bohnert, das sich nie in der Vorbereitung sakraler Handlungen und der Präsenz beim Gottesdienst erschöpft habe. Zu ihrem breit gefächerten Aufgabenbereich zählen auch das Ausschmücken des Altars und das Läuten der Glocken, die Bereitstellung der sakralen Gegenstände für die Abendmahlfeiern, Trauungen, Taufen, Trauerfeiern und Bestattungen. Außerdem sorgt Erika Bohnert dafür, dass die Gottesdienstbesucher stets einladende Außenanlagen sowie eine saubere und gut temperierte Kirche vorfinden. "Es ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich, dass jemand 40 Jahre lang all diese Dienste mit einer derartigen Gewissenhaftigkeit versieht, wie Erika Bohnert es getan hat", waren Gemeindepfarrerin Ute Braun und Hans-Jörg Labusga, der Erika Bohnert im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Lahr ein Geschenk überreichte, voll des Lobes.
Im Anschluss an den Gottesdienst nahm die langjährige Kirchendienerin von zahlreichen Gottesdienstbesuchern Glückwünsche, Dank und Anerkennung entgegen, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft.
14. Januar 2008
Auszeichnung für Verdienste
Karl Beinroth erhält die Goldene Ehrennadel der Landeskirche
LAHR-KIPPENHEIMWEILER (rbh). Den Gottesdienst zur Einführung der neu- und wieder gewählten Kirchenältesten in der Erlösergemeinde Kippenheimweiler nahm Pfarrerin Ute Braun zum Anlass, den langjährigen und verdienstvollen Vorsitzenden des Ältestenkreises, Karl Beinroth, mit der Goldenen Ehrennadel der Evangelischen Landeskirche in Baden auszuzeichnen.
Im Rahmen eines vom Kirchenchor Kippenheimweiler unter der Leitung von Cordula Feist gestalteten feierlichen Gottesdienstes in der Erlöserkirche würdigte Pfarrerin Ute Braun am Sonntagmorgen die Verdienste der bisher tätigen Kirchenältesten, die in den letzten sechs Jahren die Erlösergemeinde Kippenheimweiler aktiv mitgestaltet und auch einiges auf den Weg gebracht hatten.
In ihre Amtszeit war unter anderem auch der Wechsel im Pfarramt von Theo Frey zu Ute Braun gefallen. Mit einem Dank für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit und Präsenten verabschiedete Pfarrerin Braun anschließend Heidrun Schmidt, Heike Heitz, Lore Hertenstein und Renate Heck aus ihren Ämtern.
Vor der feierlichen Einführung der neu- und wieder gewählten Kirchenältesten würdigte Pfarrerin Ute Braun das vielseitige ehrenamtliche Engagement von Karl Beinroth um die evangelische Erlösergemeinde und heftete dem von der Ehrung völlig überraschten Kirchenmann die Goldene Ehrennadel der Evangelischen Landeskirche Baden ans Revers. Beinroth ist seit über 36 Jahren Mitglied des Ältestenrates und hat als langjähriger Vorsitzender in der ihm eigenen Bescheidenheit die Geschicke der Gemeinde entscheidend mitgeprägt und dabei Verdienste erworben. Der Geehrte ist außerdem seit vielen Jahren Sänger im Kirchenchor Kippenheimweiler und trägt auch als dessen Obmann die Verantwortung. Die bei den Kirchenwahlen im November des vergangenen Jahres neu- und wieder gewählten Kirchenältesten Annemarie Jonescheit, Mathilde Labelle, Jutta Dorner, Karin Zipf, Karl Beinroth und Rudolf Gäßler wurden anschließend von Pfarrerin Ute Braun feierlich in ihr kirchliches Ehrenamt verpflichtet.
22. April 2005
Singen hält Menschen geistig jung
Ehrungen beim Kippenheimer Kirchenchor: Elsa Bader singt seit 70 Jahren im Chor / Suche nach Männerstimmen in höheren Lage
Von unserer Mitarbeiterin Irene Bär
KIPPENHEIM. Sie kam gleich nach der Konfirmation zum evangelischen Kirchenchor und ist es bis heute geblieben: Die Rede ist von Elsa Bader, die seit 70 Jahren dem Chor angehört und erst kürzlich ihren 85. Geburtstag feierte.
Am Sonntag sangen ihre Mitsängerinnen und -sänger ihr zu Ehren, Elsa Bader durfte dieses Mal während des Gottesdienstes auf der Besucherbank sitzenbleiben. Pfarrerin Ute Braun ehrte sie im Auftrag des Verbands evangelischer Kirchenchöre. "Wir sind stolz darauf, dich in unserer Mitte zu haben", sagte Braun. Chorobmann Ernst Weis, der gemeinsam mit Karin Siefert Elsa Bader dankte, hatte ausgerechnet, dass sie in 70 Jahren insgesamt 5040 Stunden im Dienst des Kirchenchors sang. Auf einen Zwölfstundentag umgerechnet habe sie zweieinhalb Jahre lang von Montag bis Freitag stetig gesungen, wie Weis sagte.
Außer Elsa Bader dankten Weis und Siefert anderen langjährigen Mitgliedern, denen Pfarrerin Braun ebenfalls eine Ehrenurkunde des Landesverbands überreichte.
Dies sind Gisela Köchel, die seit 40 Jahren dem Chor angehört sowie Rita Schmidt, Martha Manz, Adolf Lutterer und Kurt Stulz, die seit 55 Jahren mitsingen. Mit den Dankesworten an die Langjährigen verband Chorobmann Weis auch eine Einladung an potentielle Neumitglieder. "Wie Sie sehen, macht Singen froh und hält geistig jung." Wer jung bleiben wolle, sei gerne willkommen, denn: "Wir brauchen dringend Männerstimmen, vor allem die in den höheren Lagen."